Von Anfang an den Blick nach vorn. Seit über 50 Jahren.

Wie die ERICH BAUMEISTER GmbH vom Strohkranz-Wickler zum Branchenexperten für professionelles Bündeln, Veredeln und Verpacken wurde.

In einem alten Schweinestall der Eltern fing alles an. Renate und Erich Baumeister gründeten am 1. Januar 1964 im Erikaweg 6, Münster ihr Unternehmen. Eigentlich wollte das Paar Glas-Keramik-Tonwaren importieren und verkaufen, doch das änderte sich schon bald. Als die Umsätze nicht die Erwartungen erfüllten und zugleich ein Großhändler anfragte, ob die Firma Baumeister ihm nicht Strohrömer liefern könnte, war das der Startschuss für einen anderen Geschäftszweig. Denn Erich Baumeister erkannte nicht nur die Probleme, die sich beim Wickeln dieser Kränze mit den teuren und schlecht zu verarbeitenden Eisendrähten ergab – er löste sie!

Er tüftelte, er probierte, er fragte, suchte nach Alternativen und – was das Wichtigste war – er gab auch bei Rückschlägen nie auf. „Die ersten Versuche mit Polygarnen schlugen fehlt“, erinnert sich der Firmengründer an die ersten Jahre. „Die Mäuse hatten in einer Nacht das ganze Garn abgenagt.“

Die Lösung waren schließlich Kunststoffdrähte, die auch bei der Produktion von Dachfolien verwendet wurden. Doch auch hier wartete schon das nächste Problem: Sie mussten aufgespult werden. Baumeister investierte in eine Ankerwickelmaschine und ließ ein passendes Werkzeug bauen.

Doch mit einer Maschine und dem richtigen Material war noch kein Kunde gewonnen. Baumeister reiste von Römerhersteller zu Römerhersteller, besuchte Floristen, Gärtnereien und stellte seine Maschine vor. Er hatte Erfolg – und ruhte sich nicht darauf aus. Er investierte in ein Spulenwerkzeug, um einen präzisen Fadenlauf mit einer Fadenbremse zu garantieren. Dabei orientierte er sich an Lösungen, die es in der Textilindustrie bereits gab. „Nachdem die technischen Voraussetzungen geschaffen waren, konnten wir an die Ausdehnung unseres Absatzes denken.“

Über die Großhändler aus dem Floristikbedarf kamen erste Kunden aus dem Ausland hinzu, Baumeister exportiere zum ersten Mal. Um neue Märkte zu erschließen und weitere Kunden zu gewinnen, war man auf den Branchen-Börsen in ganz Deutschland präsent. „Das war ein großer Kraftaufwand“, erinnert sich Erich Baumeister. Doch er erinnert sich auch an die große Unterstützung durch seine Familie. So reiste Tochter Ute mit Sohn Dietmar zur Börse nach Kassel, als ihr Vater grippekrank war. „Sie hatte gerade erst ihren Führerschein gemacht.“

Baumeister zog immer wieder um, vergrößerte seine Produktionsstätte und erweiterte sein Angebot. Vom alten Schweinstall war man auf den Hof Entrup-Lödde gezogen, später nach Kinderhaus in den Hof Thoring, in den Kotten Schulze Dieckhof in Sandrup. Gespult wurde sogar im Vereinshaus der Hundefreunde Coermühle. Der Betrieb siedelte in die Scheune Große Laxen in Gimbte und zog in den Baumberger Hof nach Münster-Nienberge. 1984 übernahm man eine schließlich eine Industriehalle in Laer, Borghorster Str. 31.  

Da nun genug Platz vorhanden war, luden Renate und Erich Baumeister Kunden zum Tag des offenen Betriebes ein. Sie knüpften außerdem schon kurz vor der Wende, während der Osterferien 1989 erste Kontakte in den Osten. Im selben Jahr feierte Familie Baumeister mit den Töchtern Ute, Silke und Meike sowie Sohn Dietmar ihr 25-jähriges Firmenjubiläum. Doch auch wenn der Umsatz zu diesem Zeitpunkt die Millionengrenze bereits überschritten hatte, wusste die Familie, dass man immer bereit sein muss, auch neue Wege zu gehen.

Inzwischen führt Sohn Dietmar das Unternehmen. 2004 kaufte er vom andalusischen Partner Agrotrade 2000 das Produkt ADT-Binder und entwickelte es weiter, im Herbst 2016 übernahm Baumeister Spul- und Doppeldraht-Zwirnmaschinen sowie Seilschlagmaschinen der Leinenzwirnerei Seidelmayer aus Versmold, als diese ihren Betrieb einstellte. 2017 startete Ehefrau Isabelle mit ihrem Label LOOP & BOW und erschließt sich gerade einen ganz neuen Markt im Kreativbereich.

Aus dem Spezialisten für Kranzwickelmaschinen von einst ist so ein einzigartiger Branchenspezialist für Bündeln, Veredeln und Verpacken geworden. Die Erich Baumeister GmbH verfügt über verschiedenste Spul-, Schneid- und Wickelmaschinen. Sie betreibt eigene Spritzgussmaschinen, einen kleinen Maschinenbau – und sie wächst.

Im Jahr 2019 zieht Dietmar Baumeister um. Die Produktions- und Lagerflächen werden auf 4.000 Quadratmeter erweitert. „Wir haben gerade massiv investiert“, sagt er.

„Wir sind stolz darauf, dass wir als Familienunternehmen seit mehr als 50 Jahren erfolgreich am Markt bestehen können und unsere Kunden immer das bekommen, was wir versprechen – oder vielleicht sogar etwas mehr“, sagt Baumeister.

Das alles war und ist immer nur möglich gewesen, weil der unbedingte Wille, für jedes Problem eine Lösung zu finden, die Begeisterung für das Produkt, Verlässlichkeit und der Mut neue Wege zu gehen von Beginn an die wichtigsten Unternehmenswerte der Familie Baumeister waren. Das galt 1964 im alten Schweinestall genauso wie heute in den modernen Produktionsstätten der Erich Baumeister GmbH.


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